Lymphdrainage

Zum Abbau von Schwellungen und Störungen

Herkunft

Die manuelle Lymphdrainage wurde vom dänischen Wissenschaftler Emil Vodder (1896-1986) ab 1929 entwickelt. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Estrid entdeckte er, dass viele ihrer Patienten mit unreiner Haut, Migräne oder Sinusitis gleichzeitig geschwollene Lymphknoten am Hals hatten. Die Idee entstand, dass er durch eine adequate Massageart die Stauungen beheben wollte. Mit vorsichtig kreisenden Pumpbewegungen kam er zum Erfolg und die Beschwerden wurden signifikant gelindert. Seine vier Grundgriffe „stehender Kreis“, „Pumpgriff“, „Schöpfgriff“ und „Drehgriff“ werden bis heute von Lymphdrainagetherapeuten erfolgreich angewendet.

Therapie

Bei Ihrem ersten Massagetermin mache ich eine Anamnese, das heisst Sie schildern mir Ihre Beschwerden und geben mir Auskunft über die relevanten gesundheitlichen Fakten. Wir definieren anhand Ihrer gewünschten Ziele, die für Sie geeignete Behandlung. Während der Therapie ist Feedback wichtig, denn Ihr Wohlbefinden hat stets oberste Priorität. Die gewählten Methoden sind so gewählt, dass Sie anschliessend eine Linderung Ihrer Beschwerden verspüren sollten.

Wirkung

Die manuelle Lymphdrainage wirkt indirekt über die Nervenbahnen des Sympathikus, diesen dämpfen wir mit langsamen Dehnungsreizen und haben so eine spasmuslösende, das heisst schmerzlindernde Wirkung.

Die verschiedenen Grifftechniken erzeugen folgende Wirkungen:

  • Entödematisierung (Entschwellung)
  • Stoffwechselverbesserung
  • Spasmuslösend (schmerzlindernd)
  • Entspannung, Beruhigung
  • Stärkung des Immunssystems

Für wen ist sie geeignet?

Für alle von 0-99 Jahre
(ausser es besteht eine Kontraindikation)

Berührung ist in jedem Lebensalter wichtig für unser Wohlbefinden. Die manuelle Lymphdrainage kann eine gesunde und aktive Lebensweise nicht ersetzen, sie ist eine wunderbare Ergänzung und kann mithelfen, die Lebensqualität beträchtlich zu verbessern.

Gibt es Nebenwirkungen?

Grundsätzlich gilt jede Reaktion als positiv, weil sie zeigt, dass ein Prozess begonnen hat. Oft sind es jedoch kleine, subtile Veränderungen, deren Wahrnehmung etwas Übung erfordert.

Wie lange dauert die Therapie?

Meine Erfahrung ist, dass Sie für diese Therapie 60 Minuten Zeit benötigen, damit eine optimale Wirkung sichergestellt ist.



Gegen welche Beschwerden?

  • Primäre und sekundäre Lymphödeme
  • Venenerkrankungen mit Lymphabflussstörungen
  • Schwangerschaftsödeme
  • Ödeme nach Knochenbrüchen
  • Schleudertrauma
  • Ödeme nach Sportverletzungen
  • Entzündungen im Hals-, Nasen-, und Ohrenbereich
  • Nervenentzündungen im Kopf-Hals-Bereich
  • Migräne
  • Schlafstörungen
  • Chronische Stirn- und Kieferhöhlenentzündungen
  • vegetative Störungen (Stresssymptome)
  • Zur Begleitung in der Schwangerschaft (vor, während und nach der Geburt)
  • Zur Stärkung des Immunsytems